Bizarr, massiv, beeindruckend…so präsentieren sich die Dolomiten, die vor mehr als 200 Millionen Jahren entstanden sind. Diese weltberühmte Gebirgsgruppe und Unesco-Naturerbe verteilt sich auf die fünf italienischen Provinzen Südtirol, Trentino, Belluno, Udine und Pordenone.
Die “monti pallidi” - bleiche Berge - wie die Dolomiten aufgrund ihres Dolomitgesteins auch oft genannt werden, schimmern bei Sonnenuntergang in einem rötlichen Licht, das die Berge fast unwirklich erscheinen lässt.
Das Gebirge besteht zum größten Teil aus weißlich-grauen Sedimentgestein, das deutlich typische Schichtungen aufweist. Dazwischen findet man auch Lagen aus versteinerten Korallenriffen.
Dieses Gestein wird als Dolomit bezeichnet, dabei wird zwischen verschiedenen Gesteinssorten wie beispielsweise Schlerndolomit und auflagerndem Hauptdolomit differenziert.
Der Name der Dolomiten leitet sich vom französischen Geologen Déodat de Dolomieu ab. Er entdeckte 1789 im Südtirol das Mineral Dolomit und wurde später Namensgeber für die Dolomiten.
Die Sextener Dolomiten bilden die nordöstlichste Gebirgsgruppe der Dolomiten und den gleichnamigen Naturpark Sextener Dolomiten.
Die wichtigsten Bergmassive der Sextener Dolomiten UNESCO Weltnaturerbe:
- Die Drei Zinnen - italienisch Tre Cime di Lavaredo - sind ein markanter Gebirgsstock in den Sextener Dolomiten und nicht nur das Sinnbild für die Dolomiten schlechthin sondern auch Markenzeichen, Botschafter, sonnige "Spielwiese" mit höchsten Schwierigkeitsstufen für Bergsteiger und -kletterer und als Meisterbauwerk der Natur absoluter Anziehungspunkt für Natur- und Bergfreunde. Über ihre Gipfel verläuft die Grenze zwischen den Provinzen Belluno im Süden und Südtirol im Norden. Bis 1919 war die Linie Paternkofel–Paternscharte–Drei Zinnen Grenze zwischen Italien und Österreich. Heute noch verläuft hier die deutsch-italienische Sprachgrenze. Die drei Bergspitzen erheben sich aus schütteren Geröllfeldern. Die Große Zinne misst 2.999 m. Sie steht zwischen den beiden anderen Gipfeln, der Kleinen Zinne (2.857 m) und der Westlichen Zinne (2.973 m). Neben diesen markanten Felstürmen zählen noch weitere, unscheinbarere Türme zum Massiv des Gebirgsstocks: die Punta di Frida (2.792 m) und die Kleine Zinne, der sogenannte Preuss Riss (2.700 m).
- Die Sextener Sonnenuhr gilt wohl nicht zu Unrecht als die größte Uhr der Welt. Gebildet wird die Sextener Sonnenuhr aus den fünf Gipfeln Neuner-, Zehner- (Sextener Rotwand), Elfer-, Zwölfer- und Einserkofel. Ihre Namen haben sie dem Sonnenstand zu verdanken, gibt er doch die Uhrzeit an, zu der die Sonne genau über dem jeweiligen Gipfel steht. Richtig geht die Uhr, wenn man den Sonnenlauf von der richtigen Stelle beobachtet - und die liegt direkt am Hotel Waldheim.
- Mit einer Höhe von 3.152 m ist die Dreischusterspitze der höchste Berg der Sextener Dolomiten. Majestätisch erhebt sich der bizarre Hausberg Sextens, von den Sextnern auch liebevoll der Schuster genannt, zwischen dem Fischleintal und dem Innerfeldtal.
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